Las Vegas 2012 - Dia-Faszination-Natur-USA

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Las Vegas - Kein Ort zum Relaxen

Bellagio
Wasserspiele am Bellagio

Zum Glück ist Las Vegas bei Nacht am interessantesten.  Außerdem sind wir ja nicht das erste Mal hier.
Also legen wir im Mai 2012 am Nachmittag erst mal eine dringend nötige Ruhepause in unserem komfortablen
und gut klimatisierten Hotelzimmer ein. Wir müssen endlich wieder runter kommen.
Dafür ist die verrückteste Stadt der Welt entschieden der falsche Ort.
Im Aufzug treffen wir einen jungen Mann, der offensichtlich vom Pool kommt und ein paar Bierchen zu viel intus hat.
Eine Dose hält er noch in der Hand. Die Aufschrift auf seiner Badehose verrät, dass er Las Vegas mag.
Die Devise "No Shoes - No Shirt - No Service " würde ihm momentan sicher nicht so gut gefallen.
Scheinbar schafft er es aber aus dem Aufzug raus.
Als wir kurz darauf mit demselben Lift noch mal nach unten fahren, um noch irgendwas aus dem Auto zu holen,
ist er jedenfalls weg. Ob er in der richtigen Etage ausgestiegen ist, können wir natürlich nicht beurteilen.
Aber hier ist eh alles Video überwacht. Da wird er sicher nicht zu lange irgendwo hilflos umher irren.

Las Vegas–Boulevard – Luxus, Touristen und (Über-)Lebenskünstler

Gegen 21 Uhr stürzen wir uns bei 33 ° C (91,4 ° F) ins Getümmel am Las Vegas Boulevard -
besser bekannt als Strip.
Zum Glück ist nicht ganz so viel los wie im Juni 2010, aber allein sind wir natürlich nicht gerade unterwegs.
Uns fällt auf, dass es deutlich mehr Luxus-Geschäfte gibt als früher, also Armani und Co.
Gleichzeitig scheint auch die Zahl der Obdachlosen gestiegen zu sein. Viele haben Haustiere dabei.
Einige sind dressiert und führen Kunststückchen vor. Schließlich sind wir ja in Las Vegas.
Ein neuer Trend scheint das Verkleiden und Fotografieren-Lassen gegen Bezahlung zu sein.
Von Mickey-Maus bis zu einem betrunkenen Pooh-Bär, der mit einer Bierdose halb auf dem Gehweg liegt,
treffen wir so ziemlich alles an.
Das kennen wir bisher vor allem vom Hollywood-Theatre in Los Angeles.
Bei der Werbung für andere bezahlte Dienste, die es angeblich schon so lange gibt wie die Menschheit selbst,
hat sich nichts geändert.
Nach wie vor hält uns alle paar Meter jemand Fotos und Nummern diverser Damen vor die Nase,
die gerne eine St(r)ipvisite in unserem Hotelzimmer abstatten würden.
Und weil Las Vegas die Stadt der Gegensätze ist, gesellt sich bei einer kurzen erfrischenden Rast
an einem der vielen Springbrunnen ein Brautpaar zu uns.
Der Nachwuchs im Kinderwagen darf nicht mit aufs Bild. Auf den passt eine Begleitperson auf -
im knackigen Leder-Outfit.

Wasserspiele am Bellagio – Auszeit in der heißesten Stadt der Welt

Las Vegas wäre auch ohne tropische Temperaturen mal wieder die heißeste Stadt der Welt …
Zum Glück bieten die Wasserspiele am Bellagio alle halbe Stunde eine wohltuende Pause
von der immensen Reizüberflutung. Die haben scheinbar viele nötig.
Für gute Fotos muss man sehr früh da sein. Die Plätze ganz vorne sind heiß begehrt und schnell belegt.
Das Fotografieren bzw. Filmen überlasse ich heute ausschließlich Manfred - und einigen Spätankömmlingen
mit Kamera und Stativ einen gegehrten Platz in der ersten Reihe. Ich sehe auch so genug.
Die Wasserspiele kommen am besten mit klassischer Musik - ganz besonders gut mit "Time to say goodbye".
In den letzten Jahren standen wir meistens kurz vor der Rückreise.
Diesmal haben wir noch vier Wochen USA vor uns.

2,5 Stunden am Strip - anstrengender als eine 5-Stunden-Tour

Nach 2,5 Stunden bei über 30 ° C (86 ° F) tun uns die Füße mehr weh als nach einer 5-Stunden-Wanderung.
Um 23:30 Uhr rollen wir auf einem Förderband in das gut klimatisierte Casino unseres Hotels und freuen
uns auf einen erfrischenden Absacker in einer der vielen Hotelbars.
Eigentlich wollen wir am nächsten Tag früh los.
Wir haben mal wieder sechs Stunden Fahrt vor uns haben und wollen auch noch einen guten Campingplatz
in einem State Park ergattern. Aber der Getränkegutschein ist im Zimmerpreis enthalten.
Und wenn wir schon 15 $ plus Tax drauf legen müssen, weil wir nur eine Nacht bleiben,
wollen wir diese Nacht auch genießen.
In den Hotelbars macht sich die Vorsaison bemerkbar und wir haben freie Platzwahl.
Bei einem kühlen Bierchen (0,33 Liter) planen wir unseren weiteren Urlaub.
Dabei wird uns gegen Mitternacht bewusst, dass wir vielleicht ein Motel für die Sonnenfinsternis
in New Mexico buchen sollten. Da fahren sicher viele hin. Also buchen wir unser Zimmer sofort.
Und so wird unser einziger Abend in Las Vegas doch noch deutlich länger als geplant.

 
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