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Bright Angel Lodge – Watch your words

Ende November 2014 übernachten wir zum ersten Mal direkt am Grand Canyon.

Als wir um 14:30 Uhr bei der Bright Angel Lodge ankommen, finden wir zunächst keinen Parkplatz.
Mit diesem Andrang haben wir Ende November nicht gerechnet – auch nicht am Tag vor Thanksgiving.
Nach einer kurzen und erfolglosen Ehrenrunde stellen wir uns in die Kurzparkzone für die Registrierung
der Hotelgäste. Genau das haben wir schließlich vor.
Dass wir Manfreds Kreditkarte, mit der er das Zimmer reserviert und auch die zweite Nacht schon bezahlt hat,
gesperrt haben, weil sie kopiert worden ist, ist kein Problem. Die zweite Nacht zahle ich mit meiner VISA-Karte.

Watch your Words !

Als wir unser Gepäck aus dem Auto holen, fährt gerade ein Auto auf dem regulären Parkplatz weg.
GutesTiming !

Das haben wir leider nicht mehr, als wir den ersten Teil des Gepäcks aufs Zimmer bringen.

Kurz zuvor ist ein Reisebus angekommen – einer von vielen – und die Insassen blockieren den Durchgang.
Manfred reagiert ein wenig gereizt und fragt in die Runde: „Können die vielleicht noch blöder rum stehen ?"
Leider geht es am Grand Canyon auch Ende November etwas internationaler zu als in den Gebieten,
in denen wir zuvor waren. Und so keift eine kleine Frau aus einem unserer deutsch-sprachigen Nachbarländern
erbost zurück.
Als ich Manfred – wohl oder übel lautstark – darauf hinweise, dass er die falsche Richtung eingeschlagen hat,
erbost sich die eben erwähnte Dame: „Erst rum schreien und dann noch falsch laufen !"
Scheinbar ist sie genauso genervt von dem Trubel wie wir.
Bei mir liegen die Nerven mittlerweile auch ziemlich blank und ich zitiere den ersten Teil des meist-zitierten
Klassikers der deutschen Literatur. Immerhin bin ich noch höflich genug, den zweiten Teil weg zu lassen
und die Dame zu siezen.

Als wir später den Rest des Gepäcks rein holen, meine ich noch scherzhaft:
„Vielleicht sollte ich ein anderes Hemd anziehen, nicht dass wir dem Giftzwerg von vorhin über dem Weg laufen."
Das erste, was ich beim Verlassen unserer Lodge sehe, ist die besagte Dame, die gerade aus einer Cabin kommt,
die nur ein paar Meter von unserem Quartier entfernt liegt. Keine Ahnung, ob sie uns sieht.
Aber im Geiste entschuldige ich mich für mein schlechtes Benehmen bei unserem ersten Zusammentreffen.
Das ist echt nicht meine Art. Normalerweise denke ich so etwas höchstens und spreche es nicht laut aus.

Aber wir sind ein wenig gestresst von unserem Kreditkarten-Problem und auch ziemlich erschlagen
von dem Massenandrang, den wir nicht mehr gewohnt sind und im Winter auch nicht erwartet haben.

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