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Reiseberichte > USA 2014 - 20. Hochzeitstag

Pilotenstreik bei Lufthansa – Und wir fliegen doch !

Die Ankündigung eines erneuten Pilotenstreiks bei Lufthansa überschattet unsere letzten Urlaubstage.

Am Dienstag, 2. Dezember 2014 soll ab 3 Uhr nachts MEZ auch die Langstrecke bestreikt werden.
Unser Flug nach München sollte regulär am Montag, 1. Dezember 2014 um 17:30 Uhr Ortszeit
in Los Angeles starten – das ist um 2:30 Uhr deutscher Zeit.

Es besteht noch Hoffnung, dass wir planmäßig fliegen können.

Nachdem wir am Abflugtag noch von Las Vegas nach Los Angeles fahren müssen,
packen wir bereits am Sonntag Abend unsere Koffer.

Kurz nach 17 Uhr erreicht uns eine Mail der Lufthansa: Unser Flug wurde gestrichen.
Im Internet sind keine Informationen verfügbar.
Die reguläre Flugauskunft ist nicht belegt. In Deutschland ist es 1 Uhr nachts.
Die Service-Hotline ist natürlich komplett überlastet.
Nach einer Stunde in der Warteschleife bricht die Verbindung ab.

Bei einem guten Essen werden wir gelassener

Beim anschließenden Strip-Bummel und einem guten Dinner sehen wir den stornierten Rückflug etwas gelassener.  

Notfalls müssen wir halt 1-2 Tage in Los Angeles aussitzen.
Mit 6.500 Fotos und Videos und jeder Menge ungeschriebener Texte für den Reisebericht
würde uns sicher auch im Hotel nicht langweilig.
Natürlich geht das daheim mit einem richtigen PC viel besser als am Laptop.

Außerdem müssen wir auch wieder zu arbeiten beginnen – zum Glück erst eine Woche später.
Aber ich muss am Dienstag, 9. Dezember 2014 gleich auf eine Dienstreise und noch einiges
für diesen Termin vorbereiten, weil die Tagesordnung vor meinem Urlaub noch nicht fest stand.
Und der Jetlag ist beim Heimfliegen immer noch viel schlimmer, weil man gegen die Zeit fliegt.
Also fehlt jeder Tag, den wir später heim kommen, fürs Fit-Werden für den Job.

Im Hotel ruft Manfred natürlich sofort wieder bei Lufthansa an – und kommt natürlich wieder nicht durch.

Und wir fliegen doch

Nach einer unruhigen Nacht haben wir am 1. Dezember 2014 um 7 Uhr endlich Erfolg bei der Lufthansa-Service-Hotline.

Eine freundliche Dame bestätigt, dass unser Flug storniert wurde und fragt, ob wir später fliegen können.

Nein, können wir nicht.

Also bietet sie uns einen Flug über Frankfurt an, der bereits um 15:20 Uhr in Los Angeles startet.
Planmäßig hätten wir um 17:30 Uhr fliegen sollen.

Wir nehmen das Angebot sofort an und brechen ziemlich überstürzt auf.

Die 460 km (286 Meilen) von Las Vegas nach Los Angeles sind kein Problem.
Wir finden sogar am Flughafen noch die Zeit, das Poster von Jan Rouven zur Post zu bringen,
das uns der Künstler nach der Show völlig überraschend als Entschädigung für den Stress mit
den Tickets
geschenkt und auch signiert hat.

Exakt zwei Stunden vor Abflug stehen wir am Ticketschalter am Los Angeles Airport
und erleben ein ähnliches Desaster wie am Ticketschalter im Tropicana in Las Vegas.

Der freundliche Herr am Schalter kann unsere Buchung für den Flug von Frankfurt nach München nicht finden.
Genau gesagt vermutet er, der Flug wäre storniert.
Am Morgen hieß es noch, der Flug findet statt.
Er zieht eine deutsche Kollegin hinzu.
Unsere Landsmännin meint, wir könnten doch mit der Bahn von Frankfurt nach München fahren.

Das könnten wir natürlich – vorausgesetzt, dass die Lokführer sich nicht mit den Lufthansa-Piloten
solidarisch erklären und auch wieder streiken – wie schon mehrfach in den vergangenen Wochen ...
Außerdem sind Fernzüge natürlich extrem voll, wenn Inlandsflüge gestrichen werden.
Und außerdem hat nach 12 Stunden Flug vermutlich keiner mehr Lust auf eine 4-5-stündige Bahnfahrt
mit mindestens 1-2 mal Umsteigen mit zwei Koffern, zwei Fotorucksäcken, zwei Laptops und zwei Kameras.

Zum Glück findet die Lufthansa-Angestellte neben entschuldigenden Worten für unsere Unannehmlichkeiten -
sie kann ja nichts dafür, dass die nicht fliegen – auch unseren Flug von Frankfurt nach München.

Wir bekommen unsere Tickets und begeben uns gestresst, aber erleichtert zum Gate.

Leider schaffen es nicht alle München-Passagiere rechtzeitig zu ihrem Ersatzflug.
Und so starten wir mit einstündiger Verspätung.
Für uns ist das kein Problem. Wir haben in Frankfurt eh drei Stunden Aufenthalt.
Die haben wir dann tatsächlich, weil der Pilot mächtig Gas gibt und tatsächlich pünktlich in Frankfurt ankommt.

Kurz nach 16 Uhr sind wir daheim – nur 20 Minuten später als mit unserem planmäßigen Flug.

Bereits zwei Tage später bucht Manfred den nächsten Flug – allerdings nicht in die USA und auch nicht bei Lufthansa.

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