Ticket-Problem Jan Rouven - Dia-Faszination-Natur-USA

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Nevada > Las Vegas > Jan Rouven

Sorry, wir können Ihre Tickets nicht  finden !

Nachdem Nevada eine andere Zeitzone hat als Arizona, haben wir eine Stunde gewonnen
und sind ziemlich früh in unserem Hotel.

Wir wohnen in Sichtweite zum New York New York und laut Google Maps nur 12 Gehminuten vom Bellagio
und Paris entfernt. Die Wasserspiele und Las Vegas von oben sehen am Abend besser aus.
Außerdem haben wir beide keine rechte Lust, uns sofort wieder in den Trubel am Strip zu stürzen.
Eigentlich brauchen wir jetzt erst einmal ein wenig Ruhe.

Wo findet die Show von Jan Rouven statt ?

Also starten wir unsere Laptops. Ich schreibe ein paar Texte für den Reisebericht
genau genommen schreibe ich mir ein paar Sachen von der Seele.

Manfred checkt noch einmal die Reservierung für die Show des deutschen Star-Illusionisten Jan Rouven
am nächsten Abend.

Und schon ist es vorbei mit der Ruhe. Die Reservierungs-Bestätigung ist mehr als verwirrend.
Oben auf der Bestätigung steht: „Redeem your tickets at the Riviera Box Office located inside the Casino."
Unter Performance steht: "At The New Tropicana Las Vegas."

Auf der offiziellen Website von Jan Rouven ist als Veranstaltungsort das Riviera angegeben.
Ich habe im Vorbeifahren eine Werbetafel für Jan Rouven am Tropicana gesehen.
Laut Reservierungsbestätigung ist die Show auch im Tropicana.

Wieso sollen wir die Tickets dann im Riviera abholen ?

Chaos am Ticket-Schalter

Also gehen wir ins Tropicana und sind offensichtlich richtig.

Am Ticket-Schalter winkt uns sofort eine freundliche Dame heran und erklärt uns strahlend,
dass Jan Rouven 2014 zur besten Show in Las Vegas gewählt wurde.

Dann nimmt sie unsere Buchungsbestätigung unter die Lupe.
Das ist wörtlich zu verstehen. Die Dame am Ticket-Office benötigt zum Lesen neben ihrer Brille tatsächlich eine Lupe.
Macht nichts. Wir haben Zeit.

Dann tippt sie unseren Namen in den PC ein – prüft wieder unsere Buchungsbestätigung –
checkt wieder etwas am Bildschirm – nimmt unseren Ausdruck unter die Lupe und starrt
anschließend wieder konzentriert auf den Bildschirm.

Zwischendurch fragt sie uns immer wieder lächelnd, ob unser Name „Granz" lautet.

Irgendwann kommt die Frage, wann und wo wir die Tickets gebucht haben.
Anfang November bei dem Veranstalter, der auch auf dem Flyer aufgedruckt ist,
den wir inzwischen bekommen haben, damit wir nicht ganz so tatenlos rumstehen müssen,
während sich die arme Frau am Schalter mit unserer Show-Reservierung plagt.

Nach gefühlten 10-15 Minuten bittet sie einen jungen Kollegen um Hilfe,
der an einem PC im Hintergrund beschäftigt ist. Der wiederholt die Befragung von oben.
Auch er fragt alles mehrfach ab und kann uns offensichtlich auch nicht im System finden.
Er geht zu seinem eigenen Arbeitsplatz zurück und greift zum Telefon.
Nebenbei tippt er immer noch an seinem PC rum.
Das Telefonat dauert ziemlich lange und es sieht nicht so aus, als wäre es von Erfolg gekrönt.

Langsam werden wir ein wenig nervös

Wir haben wirklich gute Plätze gebucht und es ist höchst unwahrscheinlich, dass wir die noch bekommen,
wenn tatsächlich etwas mit unserer Buchung schief gegangen ist.
Eigentlich bezweifeln wir, dass es überhaupt noch Plätze gibt für die Nummer-1-Las Vegas-Show
am Samstag am Thanksgiving-Wochenende.

Morgen ist nicht irgendein Tag, sondern unser 20. Hochzeitstag.
Da wollen wir am Abend halt etwas Besonderes machen.  
1994 wollten wir eigentlich zu Siegfried und Roy. Die waren damals gerade on vacation.
Nun hätten wir Karten für den ersten deutschen Illusionisten seit Siegfried und Roy,
der eine eigene Las Vegas-Show hat und es gibt wieder Probleme.

Der freundliche junge Herr vom Ticket-Office reißt uns aus unseren negativen Gedanken
und teilt uns mit, dass wir die Karten am nächsten Abend abholen können.

Er kann uns zwar immer noch nicht im System finden, aber er versichert uns,
dass die Tickets am nächsten Tag da sein werden.

Wir bedanken uns höflich und ziehen frustriert von dannen.

Vielleicht kann Jan Rouven ja unsere Plätze her zaubern ...

Als wir uns nach einer halben Stunde am Ticket-Schalter unseren Rückweg durch das gut besuchte
und lärmende Casino bahnen, meine ich scherzhaft:

„Naja. Das ist Las Vegas. Und Jan Rouven ist der würdige Nachfolger von Siegfried und Roy.
Vielleicht kann er ja ein paar Tickets herzaubern – und natürlich auch die dazu gehörigen Plätze.
Oder er lässt einfach die Zuschauer verschwinden, die auf „unseren" Plätzen sitzen.
Siegfried und Roy hätten vielleicht einfach einen Tiger ins Publikum geschickt.
Dann hätte sich das Problem ganz von selbst gelöst ..."
Vielleicht würden wir ja die Nerven bewahren und ganz cool auf unseren Plätzen sitzen bleiben.
Schließlich waren wir letztes Jahr in Afrika und hatten ein paar ziemlich nahe Begegnungen mit wilden Tieren."

Notfalls müssen wir uns für unseren großen Abend halt etwas anderes einfallen lassen
und einfach das restliche Las Vegas–Programm vorziehen:

Auf den Eifelturm fahren und die verrückteste Stadt der Welt von oben bewundern.
Oder gepflegt essen gehen und alle halbe Stunde die Wasserspiele am Bellagio ansehen,
die immer wieder eine willkommene Auszeit von der extremen Reizüberflutung in der
Glitzermetropole bieten, die wir jetzt ganz dringend brauchen.

Also stürzen wir uns nicht wie geplant in das mittlerweile abendliche bunte Treiben am Strip,
sondern gehen in unser Hotel zurück.  

E-Mail mit überraschenden Folgen

Ich schreibe mir mal wieder meinen Frust von der Seele und Manfred tut es mir gleich.

Nur schreibt er keinen Reisebericht oder keine Mails an Freunde in der Heimat,
sondern an den Manager von Jan Rouven.

Wir rechnen nicht im Traum damit, auf diese Mail eine Antwort zu bekommen.

Aber wir sind in Las Vegas – und da ist alles ein wenig anders.  

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